So machen Stress und Angst dich krank!

 

 

Stress ist ein viel genutztes Wort in unserer westlichen Kulturgesellschaft. Verwendest du den Begriff auch regelmässig? Wann genau? Was bedeutet Stress für dich? Fühlst du dich gestresst, wenn du viel zu tun hast? Oder fühlst du dich gestresst, wenn du glaubst, dass du viel zu tun hast? Antworte nicht zu schnell! Reflektiere vorher gut darüber. Das lohnt sich. Versprochen!

 

 

Stress entsteht im Kopf!

Stress ist meiner Erfahrung nach vor allem eine "Kopfsache". Somit fühlst du dich vermutlich nicht gestresst, wenn du körperlich angestrengt arbeitest oder trainierst, aber im Kopf entspannt bist. Stimmt das für dich?

 

Wenn du deinen Körper nach einer anstrengenden Arbeit nicht ausreichend regenerieren lässt, kannst du natürlich auch in eine Erschöpfung rein rutschen, weil du dann auf Körper- und Zellebene einen Stress verursachst… Mit diesem Thema möchte ich mich heute nicht befassen. Mir geht es hier um die Situationen, in denen du dich gestresst FÜHLST. Denn nach einem Stress-Gedanken im Kopf folgt immer ein Stress-Gefühl.

 

 

Wann fühlst du dich gestresst?

Versuche dich in eine Situation hineinzuversetzen, in der du dich so richtig gestresst fühlst. Kannst du erkennen, wieso du dich gestresst fühlst?

 

Hast du vielleicht so viel Arbeit, dass du denkst, dass du das nicht in der verlangten Zeit bewältigen kannst? Oder hast du wenig Einkommen, so dass du regelmässig nicht weisst, wie du alle deine Rechnungen bezahlen und noch deine Familie ernähren sollst? Oder spürst du, dass du immer kränker wirst und weisst nicht, wie du deinen Alltag und deine Arbeit bewältigen kannst? Oder verlangen deine Eltern, deine Vorgesetzten, deine Trainer Dinge von dir, denen du dich nicht gewachsen fühlst oder die gegen deinen inneren Wahrheiten gehen? Spüre rein, was es bei dir ist.

 

Erkennst du, dass diese Situationen immer Angst als Basis haben? Die Angst, die Arbeit nicht zu schaffen. Die Angst vor Geldlosigkeit. Die Angst, die Kontrolle über deinen Körper oder dein Leben zu verlieren. Die Angst, abhängig von anderen zu werden. Die Angst, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen. Die Angst, nicht geliebt oder anerkannt zu werden, wenn du «nein» sagst. Erkennst du das?

 

Stress wird also nur ausgelöst, wenn du Angst hast. Dies, weil du deine aktuelle Situation mit deinen vergangenen, unguten Situationen vergleichst. Oder weil du deine aktuelle Situation in Gedanken weiterspinnst, wie sie sich in Zukunft negativ verändern könnte. Angst entsteht somit immer dann, wenn du nicht im Moment bist, sondern dem aktuellen Moment eine Erfahrung oder deine Sorgen überstülpst.

 

Die grossartigste Methode der Stressreduktion ist somit, mit all deinem Tun im Hier und Jetzt zu sein. Und EINFACH das zu tun, was immer gerade im Moment ansteht. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Schritt nach dem anderen.

 

 

Wofür wurde die Angst «erfunden»?

Wenn du immer bewusst im Hier und Jetzt bist, dann hast du nur noch Angst, wenn es um Leben und Tod geht. D.h. wenn wirklich akute Gefahr besteht. Und dafür wurde die Angst auch «erfunden». Denn wenn du Angst hast, dann schalten sich alle deine Körpersysteme auf Kampf oder Flucht um.

 

Deine Augen sehen plötzlich viel mehr Details. Deine Ohren hören plötzlich die leisesten Geräusche. Dein Puls wird schneller. Dein Blut wird von allen nicht überlebenswichtigen Aktivitäten im Körper weggezogen und zu den Muskeln geführt, damit diese volle Leistung erbringen können. Dein Denken ist fokussiert auf die reale Gefahr und aufs Überleben. Deine Gefühle und Schmerzempfindung werden gedämmt, damit du stärker bist im Kampf oder auf der Flucht. Erkennst du diese Symptome wieder?

 

Das alles macht Sinn, wenn du in einer akuten Gefahr bist und wirklich um dein Leben rennen oder mit deinem Feind kämpfen musst. So wie das die Urmenschen regelmässig tun mussten, um zu überleben. Aber wenn sie dann lebend aus der Gefahr herausgekommen sind, haben sie sich wieder regeneriert. D.h. die ganzen veränderten Körperaktivitäten in dieser Angst-Stress-Situation waren sinnvoll und konnten danach wieder in die normale Aktivitäten switchen.

 

 

Was passiert, wenn du in der Stress-Reaktion stecken bleibst?

Doch wenn du dich regelmässig und/oder dauernd gestresst fühlst, dann bleibst du in diesen veränderten Körper-Aktivitäten stecken. Was bedeutet das?

 

Du bist dann zum Beispiel übersensibel, weil du viel mehr Details siehst und hörst. Zudem ist dein Blut dann vor allem in deinen Muskeln. Dadurch sind andere Organe wie die Verdauungs-, Entgiftungs- und Regenerations-Organe chronisch «unterbesetzt». Deshalb «spinnt» dann irgendwann einmal deine Verdauung. Siehe dazu auch gerne mein YouTube-Video "Deshalb hast du viele Allergien und Unverträglichkeiten bzw. reagierst du auf Vieles sehr sensibel!".

 

Und es lagern sich mehr und mehr Giftstoffe und Schlacken in deinem Körper ab, wodurch du dich nach und nach "vergiftest". Deshalb ist eine ganzheitliche Entgiftung auch eine wichtige Massnahme bei der Heilung von Autoimmun- und anderen chronischen Erkrankungen. Mehr Infos dazu findest du in meinem YouTube-Video "Was müssen feinfühlige Frauen bei der Entgiftung beachten?".

 

Durch die Schwächung und Überforderung dieser wichtigen Körperfunktionen schaffst du dann leider auch einen optimalen Nährboden für chronische Infektionen mit diversen Parasiten wie dem Epstein-Barr-Virus (EBV), Candida oder Borrelien. Siehe dazu auch mein YouTube-Video "EBV, Candida & Co. Was hat das mit Autoimmun- und anderen chronischen Erkrankungen zu tun?".

 

Verstehst du deinen Körper nun besser?

 

 

Was geschieht bei Stress auf Zellebene?

Doch das, was ich bis anhin beschrieben habe, sind nur die offensichtlichsten körperlichen Folgen. Auf tieferer Ebene geschieht in einer solchen Angst-Stress-Situation noch viel mehr. Sobald du Angst hast – und Stress gehört ja hier dazu – dann schüttet dein Körper entsprechende Botenstoffe aus, um den ganzen Körper zu signalisieren, dass «Krieg» ist.

 

Diese Botenstoffe, die gleich zu Beginn einer Angst-Stress-Situation ausgeschüttet werden, sind hilfreich, um alle deine Kräfte für eine Flucht- oder Kampf-Situation zu mobilisieren. Diese Situation kennst du vermutlich unter dem Begriff «Adrenalin-Schub». Das wird manchmal auch positiver Stress genannt, weil der Körper gefordert wird und du siehst, wie viel du wirklich leisten kannst.

 

Doch diese Situation ist nur positiv, wenn nach einer solchen KURZEN Adrenalin-Situation eine ausreichend lange Regeneration folgt.

 

Wenn aber nach einer Weile die Angst-Stress-Situation anhält, dann werden andere Stresshormone wie Cortisol ausgeschüttet. Cortisol kann zu Beginn den Körper auch aufputschen. Doch nach einer Weile kippt das Ganze. Denn zu viel Cortisol schädigt viele Organsysteme wie die Darmschleimhaut oder auch die Knochen. Zu viel Cortisol im Körper kann dadurch zu einem Leaky-Gut und zu Osteoporose führen. Dies, als nur zwei Beispiele.

 

Und wenn dann die Angst-Stress-Situation noch weiter anhält, dann erschöpft sich die Stress-Hormon-Produktion (z.B. Adrenalin und Cortisol) in der Nebenniere. Und dies führt dann zu einer Nebennieren-Schwäche, die meiner Wahrnehmung nach einen grossen Teil der Erschöpfung- und Burn-Out-Fälle ausmacht.

 

Tiefergehende Informationen zu den Ursachen von Erschöpfung findest du in meinem Gastbeitrag "So heilst du als feinfühlige Frau deine Erschöpfung ganzheitlich" im Blog meiner Kollegin Kristina Venus.

 

 

Wie kommst du aus der Stress-Falle raus?

Was heisst das nun konkret? Das, was du vermutlich schon lange weisst! Nach einer Stress-Phase MUSS eine ausreichend lange Regeneration folgen, sonst wirst du körperlich krank!

 

Und ich hoffe, dass dir diese Erklärungen helfen, zu verstehen, was Stress wirklich ist: ANGST. Und sobald du deine Angst, die dich antreibt, erkennst, hast du den ersten wichtigen Schritt aus der Stressfalle gemacht. Es lohnt sich somit wirklich deiner Angst ins Gesicht zu schauen.

 

Dabei ist es wichtig, dass du das sehr achtsam und wohlwollend dir gegenüber tust. Denn die Ängste, die bei feinfühligen Frau mit Autoimmun- und anderen chronischen Erkrankungen vor allem relevant sind, sind die unbewussten Ängste. Diese wirken versteckt aus dem Untergrund deiner Seelen-Wunden heraus. Und machen dich kontinuierlich kränker, ohne dass du die Ursache auf körperlicher Ebene greifen kannst. Denn wie du jetzt weisst, liegt die Ursache bei diesen unbewussten Ängsten.

 

Wenn du Unterstützung brauchst, um deine unbewusste Ängste zu erkennen und zu transformieren, damit du dich Schritt für Schritt in Richtung Genesung bewegen kannst, dann unterstütze ich dich sehr gerne im Rahmen des Online-Einzelcoaching-Pakets "Seelen-Clearing".

 

Ich freue mich auf die Heilung deiner Ängste, denn dadurch setzt du nicht nur die Basis für deine Genesung, sondern holst dir auch Leichtigkeit und Lebensfreude in dein Leben!

 

Herzlichst

Dr. Manuela Lamberti

 

P.S.: Hat dir dieser Blog-Beitrag gefallen? Was nimmst du für dich mit? Ich freue mich, wenn du mir das unten in den Kommentaren schreibst!

 

 

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